Erasmus + - Homepage der Realschule plus Bad Ems - Nassau

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3. Internationales Treffen Erasmus plus minus bullying in Helsinki

 
 
 
 
 
 
 
 

Die Eröffnungsfeier zum 3. Internationalen Treffen, Erasmus+ minus bullying ( engl. für Mobbing) in Finnland beeindruckte die Delegation der Realschule plus Bad Ems Nassau. Der europäische Gedanke, verwirklicht durch Partnerschaft, Solidarität und Freundschaft, fand in den Grußworten und Darbietungen der Partnerschule Botby Gesamtschule in Helsinki vielfältige Würdigung. Was macht eine finnische Schule aus, die immer wieder eine Spitzenposition bei den Pisa-Studien einnimmt. Das Selbstverständnis einer Schule als Lern- und Lebensraum findet in der Schulgemeinschaft eine wesentlich stärkere Berücksichtigung als im deutschen Bildungswesen. Klassengrößen von 18 Schülerinnen und Schüler erleichtern die pädagogische Arbeit. Schüler, Lehrer und Eltern leben einen gemeinsamen Wertekonsens und sehen somit die Schule als die ihrige an.

 
 
 
 

Das gesamte Schulhaus ist Lernstätte. Fluren und Nischen geben Raum für individuelles Lernen. Möglichkeiten, die nur sehr schwer mit unseren Brandschutzrichtlinien zu vereinbaren sind. Schüler und Lehrer pflegen einen sorgsamen Umgang mit dem Schulvermögen. Computer, Beamer, Smartboards sind für finnische Kinder eine Selbstverständlichkeit. Alle Schüler haben freien Zugang zum WLAN und nutzen das Internet. Cyber-Mobbing, Beleidigungen in Chat-Rooms, sind eine Seltenheit. Angesprochen auf dieses Problem fällt die Antwort der finnischen Schüler eindeutig aus: „Das gibt es bei nur sehr, sehr selten, eigentlich gar nicht". Weiterhin werden die Lehrer durch einen Schulsozialarbeiter, einen Psycholgen, viermal die Woche durch eine Krankenschwester und einmal die Woche durch einen Arzt unterstützt. Davon können deutsche Schulen nur träumen.

 
 

Die Planung und Organistaion unterschiedlicher Praktiken von Prävention und Intervention gegen Mobbing des zweijährigen Projektes mit 10 europäischen Partnerschulen, wurden in Varna, Bulgarien, gemeinsam erarbeitet. In Athen konnten im Wesentlichen soziale und schichtenspezifische Hintergründe erörtert und beleuchtet werden. Beim 3. Symposium in Helsinki wurden jetzt die psychoplogischen Aspekte zum Thema Mobbing erarbeitet. In vielfältigen Workshops und Vorträgen hatten die Teilnehmer Gelegenheit sich einen Überblick zu verschaffen, wie die europäischen Partnerschulen dem Problem Mobbing in der Schule begegnet. Mobbing ist ein weltweites Problem. Etwa 10% der Kinder un Jugendlichen sind Opfer. Intervention und Prävention beschreiben Prozesse, die allerdings ein Bewusstsein und einen Wille zum Handeln des Miteinanders von Schülern, Eltern und Lehrer voraussetzen. Es darf aber auch nicht ausgeblendet werden, dass das Erziehungshandeln der Schulen in einer wertepluralen Gesellschaft, nicht von allen Eltern mitgetragen wird. Hier gilt es anzusetzen.

 
 
 
 
 
 
 

Natürlich durfte ein Besuch in Suomenlinna nicht fehlen. Diese Seefestung ist Weltkulturerbe und ein Beispiel herausragender europäischer Militärarchitektur. Von besonderer Bedeutung ist die Tatsache, dass die Festung, errichtet im 18. Jahrhundert, drei Staaten als Verteidigungsanlage diente: Schweden, Finnland und Russland.


 
 

Realschule plus BEN beim internationalen Symposium der EU in Athen

 
 

Zum zweiten internationalen Symposium der EU „Erasmus+ minus bullying" traf sich die Delegation der Realschule plus Bad Ems Nassau vom 01.03. bis zum 07.03. gemeinsam mit neun europäischen Partnerschulen in Athen. Erasmus+ ist das Programm für Bildung, Jugend und Sport der Europäischen Union. Mit dieser Partnerschaft sollen Strategien gegen Mobbing, Diskriminierung und Ausgrenzung entwickelt werden um dadurch das Schulklima nachhaltig zu verbessern.

 
 

Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrerinnen und Lehrern aus Griechenland, Italien, Spanien, der Türkei, Finnland, Bulgarien, Rumänien, Belgien, Polen und der Realschule plus Bad Ems Nassau, nehmen an diesem Projekt teil, dass auf zwei Jahre angelegt ist. Nachdem im November letzten Jahres der Besuch in Varna, Bulgarien erfolgte wurden jetzt die Schülerinnen Lara Feilbach und Isabell Rink, der Koordinator David Schmidl und Schulleiter Paul Arzheimer von der gastgebenden Schule Gymnasio Thrakomakedonon, Athen, herzlich empfangen. Anschließend bat Schulleiterin Kyriaki Mavroy die Gäste auf den Schulhof, um alle Schülerinnen und Schüler kennen zu lernen. Es war überraschend festzustellen, wie viele griechischen Schüler sehr gut Deutsch sprachen. Sowohl die griechische Schule als auch die Elternschaft legen großen Wert auf den Deutschunterricht. Die Schulrätin der Region Athen und Attika würde sich darüber hinaus sehr freuen, wenn Schulpartnerschaften mit Rheinland-Pfalz weiter ausgebaut werden könnten.

 
 

Mit der Ode an die Freude eröffnete der griechische Schülerchor die Eröffnungsveranstaltung. Grußworte von Vertretern der Schulverwaltung, der örtlichen Politik und der Kirche unterstrichen die Notwendigkeit der internationalen Zusammenarbeit, die gerade durch Kinder und Jugendliche gelebt werden müsse. Im Sinne eines friedlichen Zusammenlebens gilt es Ausgrenzung und Diskriminierung entschieden entgegenzutreten. Mit internationalen Schulpartnerschaften werden gute Wege beschritten. Die Gastschüler besuchten täglich in den ersten beiden Stunden den griechischen Schulunterricht und hatten so die Möglichkeit Kontakte zu ihren griechischen Mitschülern zu knüpfen.

 
 
 
 
 
 

Anschließend hatten dann Schüler und Lehrer in unterschiedlichen Workshops, Vorträgen und Diskussionen Gelegenheit sich auszutauschen, um Lösungsmöglichkeiten gegen Mobbing (engl. Bullying) zu entwickeln. Der englische Begriff Bullying beschreibt das Schülerverhalten treffender, da hier körperliche Gewalt oder deren Androhung eine wesentlichere Rolle spielt als beim Mobbing, das eher psychologisch betrieben wird. Mobbing ist grundsätzlich ein Zeichen einer gestörten Kommunikation. Mobbing ist eine Strategie, um eigene Ziele ohne Rücksicht auf den anderen durchzusetzen. Mobbing ist somit auch ein Zeichen einer gesellschaftlichen Eiszeit. Kinder lernen durch Vorbilder. Hier gilt es gemeinsam mit dem Elternhaus friedvolle Lern- und Lebensräume zu schaffen. Lösungsstrategien sollten stets ohne Schuldzuweisung, gemeinsam von allen Beteiligten, ob Täter oder Opfer, erarbeitet werden. Der Vertreter des griechischen Kinderschutzudienstes bringt es auf den Punkt: Wir müssen den Kindern besser zuhören.

 
 

Rollenspiele, Interaktionstraining und die Gestaltung einer großformatigen Mobbing-Collage gaben ebenfalls der Kreativität während der abwechselungsreichen Tagungsprogramme freien Gestaltungsraum. Am letzten Tag pflanzten die Teilnehmer einen Olivenbaum im Schulgarten. Mit dem Besuch der Akropolis und dem Akropolismuseum fand das Symosium den gelungenen kulturellen Abschluss. Im März 2016 wird die Realschule plus Bad Ems Nassau für eine Woche Gastgeber der internationalen Schulpartnerschaft sein.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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