Im Rahmen des UNESCO-Welterbetages präsentierte die Realschule plus Bad Ems Nassau am Sonntag ihre Ausstellung „Zeitreise Bad Ems“ in der Römerstraße. Zahlreiche Gäste aus Bad Ems, dem Rhein-Lahn-Kreis und darüber hinaus nutzten die Gelegenheit, die Ausstellung zu besuchen und mit den daran Beteiligten ins Gespräch zu kommen.
Im Mittelpunkt der Präsentation standen die Geschichte der Kurstadt Bad Ems, das UNESCO-Welterbe sowie die Lebens- und Arbeitswelt vergangener Generationen. Die Ausstellung verband historische Quellen, Fotografien und Recherchen mit modernen Darstellungsformen wie Comics, Graphic Novels, digitalen Medien und KI-gestützten Gestaltungselementen.
Besonderes Interesse fanden die von Schülerinnen und Schülern entwickelten Themenbereiche zu historischen Berufen, dem Alltag um 1900 sowie die kreativen Zugänge zur Geschichte der Stadt. Viele Besucherinnen und Besucher zeigten sich beeindruckt von der Vielfalt der ausgestellten Arbeiten und der Art und Weise, wie historische Inhalte für ein breites Publikum verständlich und anschaulich aufbereitet wurden.
Auch die Verbindung von traditioneller Geschichtsarbeit und modernen Technologien stieß auf großes Interesse. Die Ausstellung verdeutlichte, wie junge Menschen historische Themen erforschen, kritisch hinterfragen und mit zeitgemäßen Methoden neu interpretieren können.
Eine besondere Würdigung erfuhr das Projekt durch den Besuch von Katharina Barley. Die ehemalige Bundesministerin und heutige Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments informierte sich über die Ausstellung und zeigte Interesse an den von den Schülerinnen und Schülern entwickelten Präsentationen. Für die Schule war ihr Besuch eine besondere Anerkennung der geleisteten Arbeit.
Darüber hinaus suchten auch Vertreterinnen und Vertreter der örtlichen Presse das Gespräch mit den Beteiligten. Die kreativen Präsentationen, die hohe Qualität der Schülerarbeiten sowie die gelungene Verbindung von Regionalgeschichte, kulturellem Erbe und modernen Medien fanden dabei große Aufmerksamkeit und positive Resonanz.
Die präsentierten Arbeiten entstanden in den vergangenen Monaten im Unterricht und in verschiedenen Projektphasen. Die Schülerinnen und Schüler recherchierten historische Hintergründe, werteten Quellen aus, entwickelten Texte, gestalteten Comics und Graphic Novels und bereiteten zahlreiche Inhalte für die Ausstellung eigenständig auf. Ergänzt wurden die Exponate durch digitale Beiträge, Filme, Präsentationen und interaktive Elemente.
Die Realschule plus Bad Ems Nassau versteht das UNESCO-Welterbe als wichtigen Lernort und als Chance, lokale Geschichte mit aktuellen Fragestellungen zu verbinden. Die positive Resonanz der Besucherinnen und Besucher hat gezeigt, dass historisches Lernen weit über das Klassenzimmer hinaus wirken kann und einen wichtigen Beitrag zum kulturellen Leben der Stadt leistet.
Mit der Ausstellung „Zeitreise Bad Ems“ leisteten die Schülerinnen und Schüler einen sichtbaren Beitrag zum UNESCO-Welterbetag und zeigten eindrucksvoll, wie Geschichte, Kreativität, Medienbildung und gesellschaftliches Engagement zu einem gemeinsamen Bildungsprojekt zusammenfinden können.
Geschichte erleben. Zukunft verstehen. – dieses Motto begleitete die Besucherinnen und Besucher durch die Ausstellung und brachte zugleich den Anspruch des Projekts auf den Punkt.
