Öffnet in einem neuen Tab

Italienische Gäste erleben den Schulalltag in Bad Ems

italienische gäste

Erasmus+ bringt neue Unterrichtsideen, digitale Bildung und persönliche Begegnungen zusammen

Eine Woche lang stand die Realschule plus Bad Ems Nassau im Zeichen des europäischen Austauschs: Vom 19. bis 23. Oktober besuchten Vito Garganese und Claudio Pirrelli die Schule. Die beiden Lehrer kommen vom Istituto Comprensivo Modugno-Galilei in Monopoli bei Bari. Im Rahmen eines Erasmus+ Job Shadowings erhielten sie Einblicke in den Unterricht und den Schulalltag in Bad Ems.

Auf dem Programm standen Unterrichtsbesuche in verschiedenen Klassen und Gespräche mit Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern. Die Gäste konnten unterschiedliche Fächer und Lernformen kennenlernen – von Mathematikstunden zum Satz des Pythagoras bis zu Englischunterricht über Respekt und digitale Kommunikation. Auch die Berufsorientierung und der Praxistag gehörten zum Besuchsprogramm. So lernten die italienischen Kollegen verschiedene Seiten der schulischen Arbeit kennen und konnten ihre Erfahrungen mit denen des Bad Emser Kollegiums vergleichen.

Besonders interessierten sie sich für den Umgang mit Vielfalt und die Unterstützung von Schülerinnen und Schülern mit Migrationsgeschichte. An ihrer eigenen Schule wächst diese Schülergruppe ebenfalls. Die Einblicke in die pädagogische Arbeit in Bad Ems empfanden sie deshalb als hilfreiche Anregung. Auch die Organisation der digitalen Lernplattform und der Einsatz digitaler Werkzeuge im Unterricht fanden ihre Anerkennung.

Der Austausch beschränkte sich nicht auf den Unterricht. Die Gäste lernten auch Bad Ems und seine Geschichte kennen. Ein Besuch im Museum und das Kurkonzert im Marmorsaal gaben ihnen weitere Eindrücke von der Stadt und ihrer besonderen Atmosphäre. Im persönlichen Austausch entstanden viele Gelegenheiten, Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Schulalltag beider Länder zu entdecken.

In ihrer Rückmeldung bedankten sich Vito Garganese und Claudio Pirrelli für die herzliche Aufnahme und die entgegengebrachte Empathie. Sie nahmen neue methodische Ideen und Anregungen zur digitalen Bildung mit nach Monopoli. Zugleich bot ihr Besuch auch den Gastgeberinnen und Gastgebern Gelegenheit, den eigenen Unterricht aus einer neuen Perspektive zu betrachten.

Der Besuch machte deutlich, wie wertvoll europäische Begegnungen für Schulen sein können: Lehrkräfte lernen voneinander, sammeln konkrete Impulse für ihre Arbeit und bauen persönliche Verbindungen über Ländergrenzen hinweg auf. Möglich wurde die gemeinsame Woche durch Erasmus+, das den Austausch und die berufliche Weiterbildung im europäischen Bildungsraum unterstützt.

← Zurück zu Aktuelles