Besuch im Altenheim - Homepage der Realschule plus Bad Ems - Nassau

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Informationstage für interessierte Schüler/innen der Realschule plus Campus Nassau
Altenpflegeheim Haus-Hohe-Lay zu Besuch am Schulstandort

 
 

Seit fast zehn Jahren findet jährlich eine Informationsveranstaltung zu den Ausbildungsberufen in der Pflege für die Schülerinnen und Schüler am Schulstandort Nassau statt. Am 06. Februar 2014 war es wieder soweit. Karin Quirmbach, Pflegedienstleiterin des Altenpflegeheimes „Haus Hohe-Lay" in Nassau, brachte nicht nur einen interessanten und anschaulichen Power Point-Vortrag mit, sondern auch die beiden Auszubildenden Nina Jaspers und Sophia Nemnich, die mit Begeisterung den ca. 30 Jugendlichen von ihrem Beruf erzählten.

 
 
 
 
 

Zunächst gab es jedoch Geschichtliches. Der Beginn der Arbeit der Diakonissinnen vor rund 125 Jahren in Bad Ems, der den Grundstein legte für die heutige „Stiftung Diakoniewerk Friedenswarte", dem Träger des Hauses Hohe Lay,  so wie ein kurzer Überblick über die verschiedenen Pflegeheime und Arbeitsgebiete der Stiftung, zeigte den Schülerinnen und Schülern bereits die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und Aufgabengebiete von Pflegekräften.

 
 
 
 
 
 
 
 

Nina Jaspers und Sophia Nemnich beschrieben im Anschluss daran die Aufgaben, die ihnen im täglichen Arbeitsleben begegnen. „Unsere Hauptaufgabe ist die Unterstützung pflegebedürftiger Menschen", so Nina Jaspers. „Wir helfen bei der Körperpflege und beim Ankleiden, aber auch in persönlichen und sozialen Angelegenheiten." Altenpfleger stellen zudem den Hilfebedarf pflegebedürftiger Menschen fest und sind in Pflegeheimen auch für die Freizeitgestaltung der Bewohner mit verantwortlich. Die Einsatzorte sind ebenso vielfältig. Der „Beruf mit Zukunft" kann in Pflegeheimen, in der Tages- und Kurzzeitpflege, in Krankenhäusern und in der ambulanten Pflege ausgeübt werden.

 
 
 
 
 
 

Bis man seinen Abschluss als Altenpfleger in der Tasche hat, heißt es aber fleißig Lernen. „Wir haben 2100 Stunden Theorie in der Pflegeschule und zusätzlich 2500 Stunden praktische Ausbildung zu absolvieren", weiß Sophia Nemnich zu berichten. Um den großen Bedarf an Pflegekräften in den nächsten Jahren zu decken und auch dem verantwortungsvollen Beruf gerecht zu werden, wurde die Ausbildungsvergütung in den letzten Jahren immer weiter erhöht. Auszubildende im Bereich Altenpfleger/in, hier ist ein mittlerer Bildungsabschluss Voraussetzung, verdienen rund 846,00 Euro im ersten und 1025,45 Euro im dritten Ausbildungsjahr. Schülerinnen und Schüler mit dem Abschluss der Berufsreife erhalten während der einjährigen Ausbildung zum Altenpflegehelfer bzw. zur Altenpflegehelferin eine Vergütung von rund 770 Euro brutto. Nach Abschluss dieser Ausbildung und gegebener Qualifikation, besteht die Möglichkeit, sich in zwei weiteren Jahren zum Altenpfleger ausbilden zu lassen. Eine tolle Sache für alle, die sich noch nicht sicher sind in ihrer Berufswahl, ist das Berufsorientierungsjahr. In diesem kann man auf 400 Euro-Basis für ein Jahr in den Beruf erst einmal hineinschnuppern.

 
 
 
 

„Bei der künftigen Bevölkerungsentwicklung werden Altenpfleger nicht arbeitslos, zudem gibt es vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten." Karin Quirmbach nennt in diesem Zusammenhang die Übertragung einer Wohnbereichsleitung, Fachlehrer an Pflegeschulen, Wundtherapeuten, aber auch Studienberufe wie Pflegemanagement, Pflegepädagogik oder Pflegewissenschaft.

 
 
 
 

Ging es in den vergangenen Jahren hauptsächlich um die Ausbildungsberufe Altenpflegehelfer/in und Altenpfleger/in, zeigte sich Frau Quirmbach in diesem Jahr erfreut darüber, den Jugendlichen weitere Ausbildungsmöglichkeiten innerhalb der Stiftung Diakoniewerk Friedenswarte vorstellen zu können.
Zu den Ausbildungsgängen in der Pflege sind nun auch die Berufe Bürokaufmann/frau, Elektroniker für Gebäude- und Systemtechnik, sowie Koch/Köchin hinzugekommen.
Die Zugangsvoraussetzungen für den kaufmännischen und den technischen Beruf ist ein mittlerer Bildungsabschluss. Den Beruf des Kochs / der Köchin kann man auch mit einem Abschluss der Berufsreife erlernen.

 
 
 
 

Zum Abschluss der Veranstaltung erkundigte sich Berufswahlkoordinatorin Ulrike Klingelhöfer über das Bewerbungsverfahren innerhalb der Stiftung Diakoniewerk Friedenswarte. „Zunächst schauen wir uns die Bewerbungsunterlagen an. Diese sollten ordentlich und ohne Rechtschreibfehler sein. Entscheidende Zeugnisnoten für mich sind Deutsch, Mathe und die Naturwissenschaften. Auch die Fehlzeiten, entschuldigt und unentschuldigt, sind für uns von Bedeutung", so Karin Quirmbach. „Anschließend laden wir die Bewerber zu einem Vorstellungsgespräch und einem zwei- bis dreitägigen Probearbeiten ein."

 
 
 
 
 

Einige Jugendliche erkundigten sich über die Möglichkeit ein Schulpraktikum im „Haus-Hohe-Lay" absolvieren zu können. Diese Frage beantwortete Frau Quirmbach zur Freude der Schülerinnen und Schüler positiv. „Interessierte Praktikanten sind immer herzlich willkommen!"

 
 
 
 

Karin Quirmbach wies darauf hin, dass neben einem Praktikum für Ganztagsschüler des Standortes Nassau der Realschule Plus Bad Ems  Nassau die Möglichkeit besteht, in der „Altenpflegeheim AG"  praktische Erfahrungen zu sammeln. Die Arbeitsgemeinschaft wurde vor  drei Jahren von Lehrer David Schmidl ins Leben gerufen. Einmal in der Woche besuchen die Schülerinnen und Schüler die Bewohner des Hauses Hohe-Lay und verbringen mit Ihnen etwas Zeit.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Es wäre zu wünschen, dass dieses Projekt und das Auftreten der von ihrem Beruf überzeugten und begeisterten Damen dazu führt, dass sich auch von den an der Informationsveranstaltung teilnehmenden Jugendlichen einige Mädchen und Jungen für ein Berufsleben im Bereich der Altenpflege entscheiden. Einem Beruf mit Zukunft!

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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