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Betriebserkundung der 8. Klassen
Ausbildungsberufe mit Zukunftschancen kennen lernen

 
 

Als langjährige Kooperationspartner der Schule hatten sich die Firmen Moeller GmbH (Eaton Electrical Group) und Heuchemer Verpackung GmbH Co. KG als Experten für die betriebliche Ausbildung zur Verfügung gestellt.
Am ersten von vier Tagen bereiteten die Schüler die Erkundung der beiden Betriebe vor. Am darauffolgenden Tag fuhren die Schüler mit dem Bus und vielen Fragen im Gepäck zu den beiden Betrieben. Eine Schülergruppe besuchte das Werk der Firma Moeller in Holzhausen. Die andere Gruppe erkundete das Werk der Firma Heuchemer in Miehlen.
Der Ausbildungsleiter der Firma Moeller, Herr Kai Leininger, stellte den Schülerinnen und Schüler zuerst das neue Ausbildungszentrum vor. Die Präsentation des Unternehmens und seiner Produkte. verfolgten die Schüler sehr interessiert und schrieben viel mit. Anschließend konnten sich die Jugendlichen in der Werkstatt des Schulungszentrums unter Anleitung der Auszubildenden des 1. Lehrjahres am Pfeilen, Stanzen und Sägen praktisch erproben. Das war gleichermaßen für die Schüler wie auch die neuen Lehrlinge lehrreich. Zuletzt stand an diesem Morgen der Betriebsrundgang auf dem Programm. Die Achtklässler waren fasziniert von der Produktion durch vollautomatische Maschinen.


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 



Zur gleichen Zeit an anderem Ort wurden die Schüler unter dem Motto „Gemeinsam Schule machen“ von Herrn Kirsch der Firma Heuchemer begrüßt. Nach einem Filmbeitrag über die Geschichte des Unternehmens wurde den Schülern im Ausstellungsraum die Produktpalette vorgestellt und deren Herstellung erklärt. Mit diesen Informationen ausgestattet konnten die Schüler vor Ort die Produktionsstätten für Verpackungen aus Kunststoff und Wellpappe live erleben. Den Abschluss dieses erlebnisreichen Vormittags bildete ein Gespräch am runden Tisch, an dem die Schüler alle noch offenen Fragen stellen konnten.

Motiviert von den vielen aufregenden Eindrücken gingen die Schüler am dritten Berufsorientierungstag an die Arbeit ihre Erkundungsfragen auszuwerten und auf einer Wandzeitung zu präsentieren. Am nächsten Tag besuchten die Firmen mit ausgewählten Auszubildenden die Schüler in der Schule. Im Vordergrund standen nun die Auszubildenden und ihre Ausbildungsberufe.

Die Firma Heuchemer war mit drei Auszubildenden vertreten, die zu zweit das Berufsbild „Verpackungsmittelmechaniker“ und einmal das Berufsbild „Industriekauffrau“ den erwartungsvollen Schülern vorstellten. Thomas Bestmann, Lehrling im 3. Ausbildungsjahr, erklärte eindrucksvoll die Funktionsweise der Stanzmaschine zur Herstellung von Verpackungsprodukten aus Wellpappe. Thomas besuchte selbst die Schiller-Schule und überzeugte durch seine fachliche Kompetenz. Von der Firma Moeller waren gleich zwei Ehemalige vertreten: Ausbilder und Auszubildender hatten bereits in der Realschule die Schulbank gedrückt. Markus Schäfer, ebenfalls im 3. Lehrjahr, ist Auszubildender für den Beruf Verfahrensmechaniker für Kunststoff –und Kautschuktechnik. Er vermittelte den Schülern sehr gekonnt die Inhalte seines Berufsbildes und stand ihnen kompetent Rede und Antwort.



 
 
 
 
 

Beide Betriebe erläuterten den Schülerinnen und Schülern den Ablauf des Bewerbungsverfahrens in ihrem Unternehmen: ein Jahr vor Ausbildungsbeginn fängt die Suche nach geeigneten Auszubildenden an. Herr Leininger und Herr Itzel waren sich einig - sie erwarten von ihren Auszubildenden Ordnung, Sauberkeit, Höflichkeit, Pünktlichkeit – und selbstverständlich gute Noten. Deshalb ist laut Herrn Leininger bei der Bewerbung auch das Zeugnis das erste Auswahlkriterium. Er machte dies anhand der Praktikumsbewerbungen der Achtklässler deutlich: „Unentschuldigte Fehltage und schlechte Noten bei Mitarbeit und Verhalten sind unakzeptabel.“



 
 
 

In der abschließenden Gesprächsrunde zwischen den Betrieben, den betreuenden Lehrerinnen für Arbeitslehre, Frau Krebs und Frau Ferdinand, und Herrn Schulleiter Arzheimer wurde Herr Itzel bezüglich der Leistungserwartung der Firma Heuchemer noch deutlicher: „Wir haben ein gutes Image in der Berufsschule und der IHK, weil unsere Auszubildenden zu den Besten im Lehrjahr zählen.“ Diesem Leistungsdenken ist auch die Firma Moeller verschrieben, pflichtete Herr Leininger bei. Deshalb werden die Ausbildungsinhalte in beiden Betrieben zusätzlich zum Berufsschulunterricht theoretisch wiederholt, ergänzt und praktisch in der Ausbildungswerkstatt angewendet.

Aus dem Anforderungsprofil der Betriebe ergab sich für Herrn Arzheimer die Frage: „Was erwarten die Betriebe von der Schule?“. Herr Itzel wünscht sich, dass in den letzten beiden Schuljahren verstärkt auf die Ausbildung hingearbeitet wird, „am Anfang fällt es den Azubis schon schwer den ganzen Tag an einer Maschine zu stehen, ab 14 Uhr haben sie keine Energie mehr“. Diese Beobachtung deckt sich auch mit Herrn Leiningers Erfahrungen. Seiner Meinung nach „sollen die Schüler in der Schule zur Berufsreife geführt werden“, damit sie überhaupt in die Lage versetzt werden eine Ausbildung erfolgreich absolvieren zu können. Einen wertvollen Rat gaben die vier Auszubildenden an die Schülerinnen und Schüler gerichtet weiter: „Macht viele Praktika, um unterschiedlichste Berufe kennen zu lernen und die gewonnenen Erfahrungen mit den eigenen Vorstellungen vergleichen zu können“.

Die Berufsorientierungstage waren für die Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen der erste Schritt in die Berufswelt, noch viele weitere sollen folgen. Dazu plant die Schiller-Schule im kommenden Jahr unter anderem die Durchführung von Tagespraktika. Betriebe, Lehrer und Schüler waren sich einig: die Planung und Durchführung der Berufsorientierungstage in den Unternehmen und in der Schule war von allen Seiten vorbildlich und erfolgreich.


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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